Mein Weg zur Recrutainerin

2009 bin ich als quereinsteigende Personalreferentin in die HR–Welt gestartet und war ein absolutes HR-Greenhorn. Bis dato gab es in meinem Berufsleben nur das Thema „Krankenkasse“, schließlich hatte ich dort meine Ausbildung gemacht und 10 Jahre gearbeitet. Das Menschliche war mir bereits dort total wichtig. Wie es das Schicksal so wollte, bot man mir dann zufällig einen neuen Job bei einer IT-Firma an. Als Personalreferentin war es meine Aufgabe, die vielen Einstellungen eigenständig und ohne Hilfe von externen Dienstleistern durchzuführen. „Na klar, das ist doch kein Problem“, dachte sich das Greenhorn. Ich war aber doch etwas überrascht, dass die Bewerber nicht einfach vor der Türe standen und mein Job nicht daraus bestand, Bewerbungen zu sichten. Da musste ich mich doch tatsächlich proaktiv um neue Mitarbeiter kümmern. Dies habe ich von Anfang an so gemacht, wie ich es mir selber für mich auch gewünscht hätte. In den ersten Jahren übernahm ich zusätzlich noch die klassischen Aufgaben einer Personalreferentin bis ich mich dann zu 100% auf das Recruiting spezialisierte und im Laufe der 7 Jahre an die 350 Mitarbeiter/innern einstellen konnte und die Arbeitgebermarke für das Unternehmen festigte, sowie eine interne Academy aufbaute.

2016 wurde dann das Jahr der Veränderungen.
Ich konnte in den Jahren zuvor viel lernen und mich entfalten. Dann stagnierte die Entwicklungskurve und ich stand nicht mehr wirklich hinter meinem damaligen Arbeitgeber.
Als Recrutainerin hatte ich genau das gefunden, was mir Spaß macht und mich auch ausmacht … also war die Zeit für etwas Neues gekommen. Und so wagte ich mich ins Abenteuer Selbstständigkeit. Das Schöne ist heute, dass ich mir die Unternehmen aussuchen kann, mit denen ich zusammenarbeite und wirklich nur dann tätig werde, wenn ich zu 100% überzeugt bin.

Ich liebe meinen Job!!!
Es ist mehr eine Herzensangelegenheit als Arbeit für mich. Der Kontakt mit Menschen ist für mich jeden Tag eine Bereicherung. Vor allem aber nehme ich jeden Tag aufs Neue die Herausforderung an, nicht nur Recruiterin, sondern vor allem Recrutainerin zu sein. Im kompletten Bewerbungsprozess lege ich Wert darauf, den Menschen so zu begegnen wie ich es mir selber auch wünschen würde: Ehrlich, verbindlich, menschlich und vor allem mit einer Prise Humor, denn Lachen hat noch keinem geschadet!

Übrigens: Warum heiße ich eigentlich „Die Recrutainerin“? Das Wort setzt sich zusammen aus dem Recruiting und dem Entertainment und ist seit 2016 eine eingetragene Marke.

Das bin ich

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